Beratung zur Umstrukturierung von Unternehmen

 

Ein erwachsenes Kind möchte in das Unternehmen einsteigen. Die Gewinne wachsen, aber die steuerliche Belastung steigt mit. Ein Wettbewerber steht zum Verkauf. Genau in solchen Situationen entscheidet die passende Unternehmensstruktur über Liquidität, Haftung, Handlungsfähigkeit und zukünftige Gestaltungsmöglichkeiten.

Wer diese Weichenstellungen frühzeitig angeht, kann aktiv gestalten. Wer sie aufschiebt, lässt unter Umständen steuerliche und wirtschaftliche Potenziale ungenutzt.

Das deutsche Umwandlungs- und Steuerrecht bietet verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten. Diese sinnvoll zu nutzen, ohne steuerliche Risiken wie ungewollte Betriebsaufspaltungen, Grunderwerbsteuerbelastungen oder die Aufdeckung stiller Reserven auszulösen, erfordert eine spezialisierte steuerliche und betriebswirtschaftliche Begleitung.

Strategische Strukturierung statt Standardkonzepte

Jede Umstrukturierung verändert das Fundament eines Betriebs. Unsere Kanzlei begleitet Sie von der ersten Optionsanalyse über die Unternehmensbewertung bis zur steuerlichen Strukturierung und Umsetzungsvorbereitung. Steuerliche Risiken werden dabei nicht erst nachträglich geprüft, sondern von Anfang an berücksichtigt.

Als Kanzlei in Löhne verbinden wir Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und betriebswirtschaftliche Beratung unter einem Dach. Gesellschaftsrechtliche Schnittstellen beziehen wir in die Planung ein und stimmen die Umsetzung bei Bedarf mit Notaren oder Rechtsanwälten ab.

GmbH-Umwandlung und Holdingstrukturen

Einzelunternehmen und Personengesellschaften unterliegen der Einkommensteuer. Je nach persönlichem Steuersatz kann die Belastung im Spitzenbereich deutlich höher ausfallen als bei einer Kapitalgesellschaft. Eine GmbH versteuert einbehaltene Gewinne auf Gesellschaftsebene je nach Gewerbesteuerhebesatz häufig mit rund 30 Prozent. Das kann einen strukturellen Liquiditätsvorteil schaffen, wenn Gewinne im Unternehmen verbleiben und für Investitionen, Tilgungen oder Vermögensaufbau genutzt werden sollen.

Eine Holdingstruktur kann noch einen Schritt weitergehen. Ausschüttungen zwischen Kapitalgesellschaften können unter bestimmten Voraussetzungen zu einem großen Teil steuerfrei bleiben. Zudem kann eine Holding dazu beitragen, Vermögenswerte von operativen Risiken zu trennen. Auch ein späterer Verkauf einer operativen GmbH aus der Holding heraus kann steuerlich günstiger sein als ein Direktverkauf durch eine natürliche Person.

Ob eine GmbH-Umwandlung oder Holdingstruktur im Einzelfall sinnvoll ist, hängt jedoch von vielen Faktoren ab. Dazu zählen Beteiligungshöhen, Gewerbesteuerfolgen, Verwaltungsaufwand, Entnahmewünsche, Finanzierungsstruktur, Nachfolgeplanung und die langfristige Strategie.

Unsere Kanzlei analysiert Ihre bestehenden Strukturen und entwickelt ein Zielmodell, das steuerliche Effizienz, Haftungsfragen und wirtschaftliche Ziele sinnvoll miteinander verbindet.

Unternehmenskauf rechtssicher gestalten

Ein Unternehmenskauf gehört zu den komplexesten Transaktionen im Mittelstand. Steuerliche Fallstricke, Haftungsrisiken aus der Vergangenheit des Zielunternehmens und Finanzierungsfragen müssen parallel geprüft und eingeordnet werden.

  • Financial & Tax Due Diligence – Prüfung wesentlicher Finanzdaten, Steuerunterlagen und wirtschaftlicher Risiken des Zielunternehmens.
  • Strukturierung des Deals – Analyse, ob ein Asset Deal oder Share Deal aus steuerlicher und wirtschaftlicher Sicht sinnvoller ist.
  • Transaktionsbegleitung – Fachliche Unterstützung bei der Bewertung, bei Kaufpreisstrukturen und bei der Vorbereitung von Vertragsverhandlungen.

Bei anschließenden Finanzierungsgesprächen mit Banken und Investoren bereiten wir die erforderlichen Planungsunterlagen nachvollziehbar und bankgerecht auf.

Unternehmensbewertung als Verhandlungsbasis

Ob Rechtsformwechsel, Gesellschafterausstieg oder Transaktion: Ein nachvollziehbarer Unternehmenswert ist in vielen Fällen eine wichtige Entscheidungs- und Verhandlungsgrundlage. Bei Umstrukturierungen prüft das Finanzamt häufig, ob stille Reserven aufzudecken sind oder steuerliche Korrekturen erforderlich werden.

Eine professionelle Unternehmensbewertung nach anerkannten Standards, etwa nach IDW S 1, schafft eine fachlich fundierte Grundlage und erhöht die Argumentationssicherheit gegenüber Käufern, Verkäufern, Finanzbehörden und Banken.

Als Steuerberater und Wirtschaftsprüfer berücksichtigen wir neben historischen Daten auch künftige Ertragspotenziale, Planungsannahmen und Marktrisiken. So entsteht eine belastbare Grundlage für Verhandlungen, steuerliche Abstimmungen und strategische Entscheidungen.

Fünf Schritte zu Ihrer optimierten Unternehmensstruktur

Phase

Strategische Maßnahmen und Kernaufgaben

1. Analyse

Bestandsaufnahme der aktuellen Rechtsform, Beteiligungsverhältnisse, Vermögenswerte und steuerlichen Ist-Situation

2. Konzeption

Entwicklung geeigneter Strukturoptionen, zum Beispiel GmbH-Umwandlung, Holdingmodell, Einbringung, Ausgliederung oder Anpassung bestehender Gesellschaftsstrukturen

3. Bewertung

Unternehmensbewertung, steuerliche Einordnung sowie Erstellung belastbarer Planungsgrundlagen für Entscheidungen, Finanzierung oder Gesellschafterregelungen

4. Abstimmung

Klärung wesentlicher steuerlicher Einzelfragen, bei Bedarf Einholen verbindlicher Auskünfte und Abstimmung mit Notaren, Rechtsanwälten oder Finanzierungspartnern

5. Umsetzung

Steuerliche Begleitung der geplanten Umstrukturierung, Dokumentation der Wertansätze, Fristenkontrolle und Unterstützung bei Finanzierungsgesprächen

Steuerliche Gestaltungsoptionen bestehen vor allem dann, wenn noch keine vollendeten Tatsachen geschaffen wurden. Wer frühzeitig umstrukturiert, kann Werte sichern, Liquidität gezielt steuern und spätere Entscheidungen besser vorbereiten. Wer zu lange wartet, muss häufig unter Zeitdruck reagieren.

Qualifikation und Ansatz

Fachberater Volker Nolting

Volker Nolting bündelt als Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und zertifizierter Fachberater für Restrukturierung und Unternehmensplanung (DStV e.V.) alle relevanten Qualifikationen in einer Person. Seine zusätzliche Ausbildung zum Fachberater für die Umstrukturierung von Unternehmen (IFU / ISM gGmbH) umfasst Präsenz- und Fernunterricht, zwei mehrstündige Abschlussklausuren und den Nachweis von Praxisfällen. Jährliche Fortbildungsverpflichtung ist Teil der Zertifizierung.

Einblick in die Praxis – Interview mit Volker Nolting

Um Ihnen einen direkten Einblick in die Arbeitsweise und die strategischen Vorteile einer strukturierten Optimierung zu geben, finden Sie hier ein Gespräch zwischen einem inhabergeführten Unternehmer und Volker Nolting.

Was habe ich unter dem Fachberater für die Umstrukturierung von Unternehmen (IFU / ISM gGmbH) zu verstehen?

NOLTING: Kurz zusammen gefasst ist es die Qualifikation, um Sie als Mandant bei der Durchführung von Unternehmensstrukturierungen ganzheitlich zu beraten. Uns ist es wichtig, Ihre persönlichen Bedürfnisse aufzugreifen und gemeinsam mit Ihnen eine neue Ausrichtung für Ihr Unternehmen zu planen und durchzusetzen.

Anlässe bzw. Beweggründe für eine Umstrukturierung meines Unternehmens?

NOLTING: Es können familiäre Gegebenheiten sein. Wenn zum Beispiel Ihr Sohn oder Ihre Tochter mit in Ihr Unternehmen einsteigen möchte. Sollten Sie das Ziel haben mit Ihrem Unternehmen zu expandieren oder eine neue Geschäftsidee mit in Ihr Portfolio aufnehmen, können Sie sich häufig bereits durch einfache Maßnahmen, viel Arbeit ersparen.

Wie unterstützen bzw. begleiten Sie mich als Unternehmer bei meiner Umstrukturierung?

NOLTING: Unternehmensstrukturen gibt es nicht von der Stange. Daher unterstützen und begleiten wir Sie zugleich, und zwar vom Anfang bis zum Ende der Umstrukturierung.

Nachdem wir Ihre persönlichen Vorstellungen und Ziele besprochen haben, prüfen wir, ob die GmbH & Co. KG noch die richtige Rechtsform für Sie ist. Die Rechtsform des Unternehmens muss immer zu den persönlichen Bedürfnissen und Erfordernissen unserer Mandanten passen.

Häufig ist ein Rechtsformwechsel sinnvoll und demnach eine Umwandlung in die für Sie passgenaue Rechtsform vorzunehmen. Hierbei spielt das Steuerrecht eine wesentliche Rolle. Auf der einen Seite ist es unser Anliegen Ihnen steuerlich das günstigste und praktikabelste Modell vorzuschlagen. Auf der anderen Seite dürfen steuerliche Besonderheiten, wie evtl. anfallende Grunderwerbsteuer oder eine entstehende umsatzsteuerliche Organschaft nicht außer Acht gelassen werden.

Abschließend ist es wichtig, die Umstrukturierung Schritt für Schritt umzusetzen. Hier kann es durchaus notwendig sein, eine Unternehmensbewertung vorzunehmen oder Sie bei Finanzierungsgesprächen mit Banken zu unterstützen.

Was war Ihr persönlicher Anspruch, den Fachberater für die Umstrukturierung von Unternehmen (IFU/ISM GmbH) zu absolvieren?

NOLTING: Unsere Kanzlei zeichnet sich dadurch aus, dass wir Sie als Mandant ganzheitlich beraten und auch mal über den Tellerrand hinausschauen. Gerade in dem Bereich Umstrukturierung gibt es enorm viele (steuergünstige) Gestaltungsmöglichkeiten. Dabei ist die besondere Herausforderung jedes „Rechtskleid“ individuell auf die Mandantenbedürfnisse anzupassen.

Wie lange dauert eine Fachberaterausbildung?

NOLTING: Die Ausbildung zum Fachberater für die Umstrukturierung von Unternehmen (IFU/ISM GmbH) ist eine Mischung aus Präsenz- und Fernunterricht, welche vom IFU-Institut für Unternehmensführung GmbH und der International School of Management (ISM) Dortmund konzipiert wurde.

Insgesamt dauert diese Ausbildung mehrere Monate. Abschließend sind zwei mehrstündige Klausuren zu bestehen. Neben der Theorie ist es aber auch ein Nachweis von Praxisfällen auf diesem Gebiet erforderlich.

Zukünftig verpflichte ich mich jährlich Fortbildungsseminare auf diesem Gebiet zu absolvieren.

Vielen Dank für das interessante Interview.

Ihr Ansprechpartner

Volker Nolting

Wirtschaftsprüfer
Steuerberater

Fachberater für Restrukturierung und Unternehmensplanung (DStV e.V.)

Fachberater für die Umstrukturierung von Unternehmen (IFU / ISM gGmbH)

Fachberater für Unternehmensnachfolge (DStV e.V.)

Testamentsvollstrecker (AGT e.V.)

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    Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an widerrufen. Detaillierte Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

    Häufige Fragen zur Unternehmensumstrukturierung und zum Unternehmenskauf

    FAQ

    Welche konkreten Steuervorteile bietet eine GmbH-Umwandlung?

    Ein Einzelunternehmen oder eine Personengesellschaft unterliegt der Einkommensteuer, die im Spitzensatz inklusive Solidaritätszuschlag bei rund 45 % liegt. Eine GmbH besteuert einbehaltene Gewinne insgesamt mit rund 30 % (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer). Mehr Liquidität verbleibt im Unternehmen und steht für Reinvestitionen, Tilgungen oder Vermögensaufbau zur Verfügung.

    Wann ist eine Holdingstruktur sinnvoll?

    Eine Holdingstruktur kann sinnvoll sein, wenn Gewinne nicht unmittelbar privat entnommen, sondern steuerlich strukturiert reinvestiert werden sollen. Das gilt besonders dann, wenn mehrere Beteiligungen aufgebaut, eine operative Gesellschaft verkauft, neues Vermögen geschützt oder eine spätere Unternehmensnachfolge vorbereitet werden soll.

    Ein zentraler Vorteil liegt darin, dass Ausschüttungen oder Veräußerungsgewinne zwischen Kapitalgesellschaften unter bestimmten Voraussetzungen zu einem großen Teil steuerfrei bleiben können. Dadurch kann mehr Liquidität in der Unternehmensgruppe verbleiben, etwa für Investitionen, Tilgungen, Beteiligungserwerbe oder den langfristigen Vermögensaufbau.

    Zudem kann eine Holding dabei helfen, operative Risiken und Vermögenswerte voneinander zu trennen. Gewinne aus der operativen Gesellschaft können auf Ebene der Holding gebündelt und dort strategisch weiterverwendet werden. Auch bei einem späteren Verkauf einer Tochtergesellschaft kann eine Holdingstruktur steuerliche Vorteile bieten.

    Ob eine Holding im konkreten Fall sinnvoll ist, hängt jedoch von mehreren Faktoren ab: Beteiligungshöhen, Gewerbesteuerfolgen, Verwaltungsaufwand, Entnahmewünschen, Finanzierungsstruktur, Nachfolgeplanung und langfristiger Strategie. Wenn Gewinne überwiegend privat benötigt werden oder erbschaftsteuerliche, schenkungsteuerliche oder wegzugsbezogene Themen im Vordergrund stehen, kann eine Holdingstruktur auch nachteilig sein. Deshalb sollte sie immer individuell geprüft werden.

    Warum fordert das Finanzamt bei einer Umstrukturierung eine Unternehmensbewertung?

    Bei Rechtsformwechseln, Einbringungen, Abspaltungen oder Anteilsübertragungen kann steuerlich relevant werden, ob stille Reserven aufzudecken und zu versteuern sind. Eine fachlich fundierte Unternehmensbewertung kann helfen, Wertansätze nachvollziehbar zu dokumentieren und steuerliche Risiken besser einzuordnen.

    Sie schafft eine belastbare Grundlage für die Abstimmung mit Finanzverwaltung, Gesellschaftern, Käufern, Verkäufern oder Finanzierungspartnern.

    Was ist der Unterschied zwischen Asset Deal und Share Deal?

    Beim Share Deal erwirbt der Käufer Geschäftsanteile an einer bestehenden Gesellschaft. Die Gesellschaft selbst bleibt bestehen; ihre Verträge, Verbindlichkeiten, Strukturen und wirtschaftlichen Risiken bestehen grundsätzlich fort.

    Beim Asset Deal werden einzelne Wirtschaftsgüter, Vermögenswerte, Verträge oder Betriebsteile gezielt übernommen. Welche Variante steuerlich und wirtschaftlich sinnvoller ist, hängt vom Einzelfall ab. Wichtige Kriterien sind Haftungsrisiken, Abschreibungspotenziale, Grunderwerbsteuer, die Überleitung bestehender Verträge, die Finanzierung sowie die Ziele von Käufer und Verkäufer.

    Mit welchen Kosten muss ich bei einer Unternehmensumstrukturierung rechnen?

    Die Gesamtkosten hängen vom Umfang und der Komplexität der Umstrukturierung ab. Typische Kostenpositionen sind steuerliche Konzeption, betriebswirtschaftliche Analyse, eine gegebenenfalls notwendige Unternehmensbewertung, notarielle Beurkundung, Handelsregisterkosten und bei Bedarf die Einbindung rechtlicher Beratung.

    Ob sich die Kosten durch steuerliche Vorteile, eine bessere Haftungsstruktur oder eine höhere Finanzierungsfähigkeit amortisieren, muss im Einzelfall geprüft werden. Vor Beginn klären wir transparent, welcher Beratungsumfang erforderlich ist und mit welchem Aufwand realistisch zu rechnen ist.

    Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es während der Umstrukturierungsphase?

    Neben klassischen Bankdarlehen kommen Förderkredite der KfW oder regionaler Förderprogramme infrage. Wir bereiten Ertrags-, Finanz- und Liquiditätsplanungen so auf, dass sie als belastbare Grundlage für Gespräche mit Banken und Finanzierungspartnern dienen können.

    Unterstützt der Staat die Kosten für externe Beratung zur Unternehmensplanung?

    Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) kann unter bestimmten Voraussetzungen Zuschüsse für externe Unternehmensberatung gewähren. Ob eine Beratung im Zusammenhang mit Umstrukturierung, Nachfolge, Holding-Konzeption oder Unternehmenskauf förderfähig ist, hängt von den jeweils geltenden Bedingungen und dem konkreten Vorhaben ab.

    Wir prüfen im Rahmen der ersten Durchsicht, ob Förderprogramme für Ihre Situation infrage kommen.